Glossar: Car-Audio-Fachbegriffe einfach erklärt

Die wichtigsten Fachbegriffe aus den technischen Daten – kurz erklärt.

Nennbelastbarkeit (RMS)

Die Leistung, die ein Lautsprecher dauerhaft verarbeiten kann. Sie ist der maßgebliche Wert für die Auswahl des Verstärkers.

Maximalbelastbarkeit

Die kurzzeitig zulässige Spitzenleistung. Sie ist kein Dauerwert und für die Abstimmung von Verstärker und Lautsprecher nicht geeignet.

Impedanz (S2, S4, D2, D4)

Der Wechselstromwiderstand eines Lautsprechers in Ohm (Ω). „S“ steht für eine Schwingspule, „D“ für zwei. D2 bedeutet 2 × 2 Ω, D4 bedeutet 2 × 4 Ω. Je nach Verschaltung ergibt sich eine andere Gesamtimpedanz.

Schwingspule

Die Spule im Magnetfeld, die das elektrische Signal in Bewegung umsetzt. Ein größerer Durchmesser kann mehr Wärme abführen und damit mehr Leistung verkraften.

Wirkungsgrad (1 W/1 m)

Der Schalldruck in dB, den ein Lautsprecher mit 1 W Leistung in 1 m Abstand erzeugt. 3 dB mehr entsprechen bei gleicher Leistung einer Verdopplung der akustischen Leistung.

Fs – Resonanzfrequenz

Die Frequenz, bei der das bewegte System des Lautsprechers frei schwingt. Sie ist ein Hinweis darauf, wie tief ein Chassis spielen kann.

Qts, Qes und Qms

Gütefaktoren, die die Dämpfung des Lautsprechers beschreiben: Qms die mechanische Dämpfung durch Sicke und Zentrierspinne, Qes die elektrische Dämpfung durch Antrieb und Schwingspule, Qts die Gesamtgüte. Der Qts-Wert gibt einen ersten Hinweis, ob ein Subwoofer eher für geschlossene oder für Bassreflexgehäuse geeignet ist.

Vas – Äquivalentvolumen

Das Luftvolumen, das dieselbe Nachgiebigkeit hat wie die Aufhängung des Lautsprechers. Zusammen mit Fs und Qts ist Vas die Grundlage jeder Gehäuseberechnung.

Xmax – linearer Hub

Der Weg, den die Membran in eine Richtung zurücklegen kann, ohne dass die Schwingspule das gleichmäßige Magnetfeld verlässt. Je größer Xmax, desto mehr Luft kann ein Subwoofer verzerrungsarm bewegen.

Xmech – mechanischer Hub

Der maximal mögliche Weg der beweglichen Teile, bevor mechanische Schäden drohen. Er liegt deutlich über Xmax und sollte im Betrieb nicht erreicht werden.

BL – Kraftfaktor

Das Produkt aus magnetischer Flussdichte und Drahtlänge der Schwingspule im Luftspalt, angegeben in Tesla-Meter (T·m). Ein hoher Wert steht für einen kräftigen Antrieb.

Verdrängungsvolumen

Das Volumen, das der Subwoofer selbst im Gehäuse einnimmt. Es wird beim Gehäusebau zum gewünschten Nettovolumen addiert.

Bassreflexgehäuse

Ein Gehäuse mit Port (Reflexrohr oder Schlitz). Es erreicht um seine Abstimmfrequenz einen höheren Pegel als ein geschlossenes Gehäuse, fällt dafür meist größer aus.

Geschlossenes Gehäuse

Ein luftdichtes Gehäuse ohne Port. Es ist kompakter, klingt meist straffer und fällt unterhalb der Resonanz gleichmäßiger ab.

Dämpfungsfaktor

Das Verhältnis von Lastimpedanz zum Ausgangswiderstand eines Verstärkers. Ein hoher Wert bedeutet, dass der Verstärker die Membranbewegung gut kontrolliert.

Klirrfaktor (THD)

Der Anteil an Verzerrungen im Ausgangssignal eines Verstärkers in Prozent. Je kleiner der Wert, desto sauberer die Wiedergabe.

Signal-Rausch-Abstand

Der Abstand zwischen Nutzsignal und Grundrauschen in dB. Ein höherer Wert bedeutet weniger hörbares Rauschen.

Hochpass-, Tiefpass- und Subsonicfilter

Ein Hochpass lässt nur Frequenzen oberhalb der Trennfrequenz durch (für Hoch- und Mitteltöner), ein Tiefpass nur Frequenzen darunter (für Subwoofer). Der Subsonicfilter ist ein Hochpass für den Subwoofer-Kanal und entfernt Frequenzen unterhalb des Hörbereichs.

AWG und mm²

AWG (American Wire Gauge) ist die amerikanische Angabe für Kabelquerschnitte: Je kleiner die Zahl, desto dicker das Kabel. Auf dieser Website sind alle Werte zusätzlich in mm² angegeben, zum Beispiel 4 AWG ≈ 21 mm² und 0 AWG ≈ 53 mm².

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