Autolautsprecher wechseln: Koax oder Kompo, Größe und Einbau
Neue Lautsprecher gehören zu den wirkungsvollsten Klang-Upgrades im Auto. Damit das Ergebnis überzeugt, müssen Bauform, Größe, Einbautiefe und Ansteuerung zusammenpassen. Dieser Ratgeber erklärt, worauf es beim Wechsel ankommt.
Koaxial oder Komponentensystem?
Koaxiallautsprecher vereinen Tief-/Mitteltöner und Hochtöner in einem Chassis. Sie sind schnell eingebaut und passen meist direkt an die Stelle der Serienlautsprecher.
Komponentensysteme (Kompo) bestehen aus getrenntem Tief-/Mitteltöner, separatem Hochtöner und einer Frequenzweiche. Der Hochtöner sitzt dabei höher – etwa im Spiegeldreieck oder in der A-Säule –, wodurch die Bühne vor dem Fahrer liegt und der Klang deutlich räumlicher wird.
Faustregel: Koax für den einfachen Austausch und hinten, Kompo für die beste Klangqualität vorne. Hochtöner finden Sie unter DD Audio Hochtöner, Lautsprecher unter DD Audio Lautsprecher.
Die passende Größe
Die häufigste Größe in Fahrzeugtüren ist 16,5 cm (6,5 Zoll), daneben kommen 13 cm, 16 cm, 20 cm und ovale 15 × 23 cm (6 × 9 Zoll) vor. Im Armaturenbrett sitzen oft 8 oder 10 cm. Prüfen Sie vor dem Kauf:
- Einbaudurchmesser: Passt der Korb in die Öffnung bzw. den Adapterring?
- Einbautiefe: Kollidiert der Magnet mit der Fensterscheibe, wenn sie ganz herunterfährt?
- Befestigung: Werkslautsprecher sind oft vernietet oder in Kunststoffhalter geclipst.
Alle Maße stehen in Millimetern in den technischen Daten jeder Produktseite. Übersicht nach Größe: Lautsprecher 16,5 cm (6,5 Zoll).
Adapterringe
Fahrzeugspezifische Adapterringe schaffen eine stabile, plane Auflage und den nötigen Abstand zum Türblech. In der Tür gelangt Feuchtigkeit hinter die Verkleidung – Ringe aus Kunststoff oder versiegeltem MDF sind deshalb langlebiger als unbehandeltes Holz. Eine Dichtung zwischen Ring und Lautsprecher verhindert Klappern und akustische Kurzschlüsse.
Impedanz und Ansteuerung
Die meisten Autolautsprecher haben 4 Ω. Manche Fahrzeuge nutzen ab Werk andere Impedanzen – prüfen Sie das vor allem, wenn Sie am Werksradio oder einem Werks-Soundsystem anschließen.
Ein Werksradio liefert meist nur wenige Watt pro Kanal. Hier sind Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad im Vorteil. Ihr volles Potenzial entfalten hochwertige Lautsprecher erst mit einer Vierkanal-Endstufe. Mit Subwoofer im System setzen Sie für die Türlautsprecher einen Hochpass bei etwa 60–80 Hz – das macht sie belastbarer und sauberer (siehe Endstufe einstellen).
Einbau Schritt für Schritt
- Türverkleidung vorsichtig mit Kunststoffkeilen lösen, Stecker und Seilzüge abziehen.
- Serienlautsprecher ausbauen, Stecker bzw. Kabelfarben und Polung notieren.
- Adapterring montieren, Kabel anschließen – Plus an Plus. Verpolte Lautsprecher klingen dünn und bassarm.
- Bei Kompo-Systemen Frequenzweiche trocken und vibrationsfrei befestigen, Hochtöner ausrichten.
- Vor dem Zusammenbau testen, Fenster einmal ganz herunterfahren.
- Verkleidung wieder montieren, Clips bei Bedarf ersetzen.
Mehr Klang für wenig Aufwand
Der gleiche Lautsprecher klingt in einer gedämmten Tür deutlich besser: mehr Bass, weniger Klappern. Wie das geht, steht im Ratgeber Auto dämmen. Für die optimale Abstimmung von Laufzeit und Frequenzgang sorgt ein DSP.