Subwoofer anschließen: Schwingspulen richtig verschalten

Viele Subwoofer haben zwei Schwingspulen. Je nachdem, wie Sie diese verbinden, ändert sich die Impedanz – und damit, wie viel Leistung die Endstufe abgibt. Dieser Ratgeber erklärt die Verschaltung von einem und zwei Subwoofern Schritt für Schritt.

Die Bezeichnungen S2, S4, D2 und D4

Die Angabe im Modellnamen oder Datenblatt beschreibt die Schwingspulen:

  • S2 / S4: eine Schwingspule mit 2 bzw. 4 Ω
  • D2: zwei Schwingspulen mit je 2 Ω
  • D4: zwei Schwingspulen mit je 4 Ω

Die Impedanz ist der Wechselstromwiderstand, den die Endstufe „sieht“. Je niedriger sie ist, desto mehr Leistung gibt eine Endstufe ab – sofern sie für diese Last ausgelegt („stabil“) ist.

Grundregeln

  • Reihenschaltung: Die Impedanzen addieren sich. Zwei 4-Ω-Spulen in Reihe ergeben 8 Ω.
  • Parallelschaltung: Gleiche Impedanzen werden durch ihre Anzahl geteilt. Zwei 4-Ω-Spulen parallel ergeben 2 Ω.
  • Beide Spulen eines Subwoofers immer anschließen – eine einzelne, freie Spule führt zu ungleicher Belastung.
  • Auf die Polung achten: Plus an Plus, Minus an Minus. Verpolte Spulen arbeiten gegeneinander.

Ein Subwoofer

Subwoofer Reihe Parallel
D2 (2 × 2 Ω) 4 Ω 1 Ω
D4 (2 × 4 Ω) 8 Ω 2 Ω

Reihe: Plus der ersten Spule an die Endstufe, Minus der ersten Spule mit Plus der zweiten verbinden, Minus der zweiten an die Endstufe. Parallel: Beide Plus-Anschlüsse zusammen an Plus der Endstufe, beide Minus-Anschlüsse zusammen an Minus.

Zwei Subwoofer an einer Mono-Endstufe

Zwei Subwoofer Spulen je Sub Subs untereinander Gesamt
2 × D2 Reihe (4 Ω) parallel 2 Ω
2 × D2 parallel (1 Ω) Reihe 2 Ω
2 × D2 Reihe (4 Ω) Reihe 8 Ω
2 × D2 parallel (1 Ω) parallel 0,5 Ω
2 × D4 parallel (2 Ω) parallel 1 Ω
2 × D4 Reihe (8 Ω) parallel 4 Ω
2 × D4 parallel (2 Ω) Reihe 4 Ω

Wählen Sie die Variante, bei der die Endstufe ihre passende Leistung abgibt und die Last nicht unter der Mindestimpedanz liegt. Eine Mono-Endstufe, die bis 1 Ω stabil ist, harmoniert zum Beispiel ideal mit zwei D4-Subwoofern in der 1-Ω-Verschaltung.

Welche Impedanz ist die richtige?

Schauen Sie ins Datenblatt der Endstufe: DD-Audio-Verstärker geben die Dauerleistung je Impedanz an (zum Beispiel „Dauerleistung an 1 Ω“). Ziel ist eine Verschaltung, bei der die Leistung der Endstufe zur Nennbelastbarkeit (RMS) des Subwoofers passt. Mehr dazu im Ratgeber Welche Endstufe passt zum Subwoofer?.

Wichtig: Eine niedrigere Impedanz erhöht nicht nur die Leistung, sondern auch die Stromaufnahme und Wärmeentwicklung der Endstufe. Planen Sie die Stromversorgung entsprechend.

Gebrückte Zweikanal-Endstufen

Eine Stereo-Endstufe lässt sich oft brücken, um einen Subwoofer mit beiden Kanälen zu betreiben. Dabei gilt: Die Mindestimpedanz im Brückenbetrieb ist doppelt so hoch wie die je Kanal. Ist ein Kanal bis 2 Ω stabil, darf die gebrückte Last nicht unter 4 Ω liegen.

Kabel und Prüfung

Für Subwoofer genügen bei üblichen Längen Lautsprecherkabel mit 2,5 bis 4 mm² Querschnitt (siehe Kabelquerschnitt im Car-HiFi). Prüfen Sie die fertige Verschaltung vor dem Anschluss mit einem Multimeter: Der gemessene Gleichstromwiderstand liegt etwas unter der Nennimpedanz – bei 2 Ω also etwa 1,5 bis 1,9 Ω. Ein Wert nahe 0 Ω deutet auf einen Kurzschluss hin.

Häufige Fragen

Was ist besser, D2 oder D4?

Keines ist besser – entscheidend ist, welche Gesamtimpedanz Sie mit Ihrer Endstufe und Anzahl der Subwoofer erreichen wollen. Mit D4 erreicht man bei einem Subwoofer 2 oder 8 Ω, mit D2 1 oder 4 Ω.

Kann ich nur eine Schwingspule anschließen?

Das ist nicht empfehlenswert. Die Membran wird dann nur von einer Spule angetrieben, was zu ungleichmäßiger Belastung führt. Verschalten Sie immer beide Spulen.

Was passiert bei zu niedriger Impedanz?

Die Endstufe wird überlastet, wird heiß und schaltet in den Schutzmodus oder nimmt Schaden. Die Mindestimpedanz steht im Datenblatt der Endstufe.

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